
„Das habe ich bisher noch nie jemandem erzählt“ oder „das war mir bis gerade gar nicht bewusst“ sind häufige Aussagen, die ich aus meinem privaten Umfeld höre, wenn ich der Person bei ihren Themen zuhöre.
Ich mache bis heute oft die Erfahrung, dass Menschen sich lieber selber reden hören und von sich erzählen, statt wirklich zuzuhören. Da wird am Rande auf das Gesagte eingegangen, nur um eine eigene Anekdote zum Besten zu geben oder direkt mit fertigen Phrasen aus der Schublade zu antworten. Das konzentrierte Zuhören, sich auf den Gegenüber einlassen und Zeitnehmen fehlt in unserer Leistungsgesellschaft auf unübersehbare Weise. Genau das möchte ich mit meiner Arbeit ändern. Ich bin genau dieser Gesprächspartner, der zuhört, fragt und verstehen möchte, der dir seine Hilfe anbietet und nur für dich da ist.
Schon seit ich ein Kind bin, sind Mitschüler und Freunde immer zu mir gekommen, um mir ihre Themen anzuvertrauen oder meinen Rat zu suchen. Ich habe einige Zeit gebraucht, um zu verstehen warum das so ist. Heute habe ich verstanden, dass es meine klare Art ist über Sachverhalte zu sprechen. Es gibt kein Thema über das man nicht reden darf, denn jeder hat das Recht mit dem, was ihn beschäftigt ernst genommen zu werden. Deshalb begegne ich meinem Gegenüber immer mit Interesse statt Schubladendenken, mit Fragen, statt Ratschlägen und mit Verständnis. Denn, dass wir handeln wie wir es tun, hat immer einen berechtigten Grund, auch wenn sich dieser nicht sofort erschließen mag.

